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Uschi Glas als " Schätzchen" 1967/68


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Zur Sache Schätzchen

1968 - 78 Minuten

REGIE: May Spils
BUCH: Werner Enke / May Spils / Rüdiger Leberecht
KAMERA: Klaus König
MUSIK: Kristian Schultze
PRODUKTION: Peter Schamoni Film
ERST-VERLEIH: alpha Filmgesellschaft
mit: Uschi Glas / Werner Enke / Henry van Lyck / Inge Marschall / Rainer Basedow / Helmut Brasch u.a.

  Deutsche Filmpreis 1968 für Dialoge und Darsteller
Goldene Leinwand 1968
Prädikat: wertvoll

Pressezitat
DIE WELT, 12. Januar 1968, Rüdiger Dilloo

May Spils und Schamoni treffen sich in der Ansicht, der junge deutsche Film dürfe bei aller L´art-pour-l´art-Spielerei und höchstpersönlicher Gesellschaftsgrübelei ruhig auch die Kinokasse fixieren. "Kommerziell" ist ihnen nicht a priori ein Schimpfwort. Ihr Film lebt von seinem Tempo; der köstliche Jargon-Dialog, die optischen Einfälle folgen einander geradezu unökonomisch schnell: Martin (Werner Enke), dabei, seinen Geburtstag zu verschlafen, wird von Henry (Henry van Lyck) aus dem Bett geschmissen, albert im Schwimmbad, später mit einem dort aufgegabelten Mädchen (Uschi Glas) im Tierpark herum, schläft unverbindlich ein bißchen mit ihr, weil sie so kuschelig ist, und hat dazwischen ein paarmal Ärger mit der Polizei, weil er als Zeuge eines Einbruchs nicht aussagen will. Dazwischen: Kneipen, Zocken, Tischfußball; und jedenfalls Prinzipientreue: Bloß nicht Geld verdienen, bloß nicht Familie, bloß nicht Bürgersinn, Verantwortung, Anpassung, Normalsein.
"Zur Sache Schätzchen" ist kein Film, der zu irgendwelchen Bewußtseinsufern hinführt. Er ist einfach unterhaltend, komisch, dabei intelligent. Und nähme man ihn ernster, als er sich selber meint, dann fände man unter seiner Heiterkeit auch die Dimension poetischer Trauer, die das banale Thema von der Vergänglichkeit der Jugend zuweilen annimmt.

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